Thailand: Meditationsretreat 06.04.26 – 09.04.26

Tag 0

Heute bin ich ins „Pa Pae Meditationsretreat“ gegangen. So ein Retreat wollt ich schon immer Mal machen. In Thailand ist ja Buddhismus die größte Religion, also hat das perfekt gepasst. Das Retreat vermittelt die Theorie der buddhistischen Lehren durch Vorträge von Mönchen und außerdem durch viele Meditationspraxen. Um das maximale zu erfahren/lernen hab ich mich dazu entschieden mein Handy für die 3 Tage auszumachen und dazu noch 2 Tage zu schweigen. Zudem haben uns die Mönche empfohlen von 12 Uhr mittags an bis zum Frühstück um 7 Uhr zu fasten. Also hab ich das auch noch gemacht. Der erste Tag hier war relativ entspannt. Nach dem Check-In hat jeder so weiße Klamotten bekommen. Ich finde die Klamottenidee sehr gut. So sieht gleich aus. Keine Marken, kein Fokus aufs äußerliche. Ebenso fühlte ich mich dadurch irgendwie „reiner“. Ich hab als Unterkunft einfach so ein ganzes Haus bekommen. Das war riesig und gleichzeitig super minimalistisch. Ich glaube, das lag daran, dass Männer und Frauen hier getrennt sein sollen und in dem Retreat waren so ca. 15 Männer und ca. 45 Frauen. Das Retreat liegt in einem super kleinen Dorf im Wald/Dschungel (das Dorf hat bestimmt nur 100 Einwohner). Abends gabs dann eine kleine Einführung in den Buddhismus von einem der Mönche. Finde es richtig nice, dass die Mönche auch hier in dem Retreat wohnen / leben und wir von ihnen direkt lernen dürfen. Während des Vortrages habe ich viel an Essen gedacht. So an richtig leckeren Reis mit Ei. 

PS: Danke an Wai, dass er mir die Bilder geschickt hat, welcher er gemacht hat. 

Learning:

-Attachment erzeugt Leid. Attachment (Anhaftung) ist, wenn man entweder Dinge haben, die man nicht hat oder Dinge nicht haben zu wollen, die man besitzt. Durch Achtsamkeit, also dem neutralen Beobachten der Dinge / Gedanken / Emotionen kann man sich davon langsam lösen.

-Weniger Essen & Mehr Wasser: Ich esse im Alltag zu viel. Ich ess normalerweise immer bis ich 100% satt bin. Aber gesünder ist es zu essen bis ich 80% satt bin und den ganzen Tag über viel Wasser zu trinken

Tag 1

Heute ging es dann so richtig mit dem Retreat los. Mein Tag sah folgendermaßen aus: 

5.30 Uhr aufstehen | 6 – 7 Uhr meditieren | 07.30 Uhr Frühstück (es gab richtig leckeren Reis mit Gemüse & Banane mit Chiasamen) | 09.30 – 11.30 Uhr Prinzipien der Meditation | 12.00 Uhr Mittagessen (heute gab es Nudeln, Suppe, Gemüse, Mango, Ananas) | danach hab ich 45 Minuten lang nichts gemacht (das erste Mal in Monaten, dass ich nichts gemacht habe) | 14 – 15 Uhr Erste Massage in Thailand (War nicht so nice wie ich es mir vorgestellt. Ich fand, er hat mich eher unangenehm als beruhigend massiert) | 15 – 16 Uhr Buddhismus Theorie gelesen | 19 – 21 Uhr Kerzenmeditation | 21.30 Bett

Das Retreat ist darauf ausgelegt so wenig Stimulation wie möglich zu empfinden. Dadurch kann man sich selbst gut beobachten und leichter achtsamer sein. Mir fällt auf, dass ich Langeweile als super anstrengend empfinde. Ich möchte am liebsten immer was tun und vorankommen. Außerdem ist mir heute auch aufgefallen, dass ich mich mental im Alltag immer auf irgendwas in der Zukunft freue. Also ich lebe den ganzen Tag von Vorfreude. Vor allem freue ich mich immer auf das nächste Essen. 

Learning: 4 Formen der Meditation:

1. Fokus auf zb. Atem | 2. Mantra: Immer wieder ein Satz oder Wort innerlich sagen | 3. Body Scan: Von oben bis unten jedes Körperteil fühlen/spüren | 4. Sich vor dem inneren Auge zb. eine Sonne/Mond/Feuer vorstellen

Tag 2

Der Tag heute war relativ ähnlich zu gestern:

5.30 Uhr aufstehen | 6 – 7 Uhr Walking Meditation | 07.30 Uhr Frühstück (heute gab es wieder leckeren Reis mit Gemüse & Banane mit Chiasamen. Das Essen schmeckt nach so lange Fasten einfach immer brutal gut) | 09.30 – 11.30 Uhr Vorteile vom Meditieren | 12.00 Uhr Mittagessen (heute gab es Nudeln mit Tofu und Ei, Suppe, gebratener Tofu, Gemüse, Mango, Ananas) | 14.30 – 16.30 Uhr Fragerunde mit einem Mönch | 19 – 21 Uhr Feuer Meditation | 21.30 Bett

Ich empfinde es als ein großes Privileg und sehr wertvoll, dass die Mönche hier so zugänglich sind und wir ihnen direkte Fragen stellen dürfen. Generell finde ich das Retreat sehr gut aufgebaut. Es ist lehrt die Theorie / die Praxis / man kann direkt Fragen stellen und es ist super flexibel gestaltet. Nach den 3 Tagen kann man so lange bleiben wie man möchte. Dazu kann man die ganze Zeit schweigen oder auch auf dem Gelände am Handy sein. Einfach perfekt variabel. 

Learning: Durch das achtsam sein, sind mein Kopf & meine Emotionen viel ruhiger. Zudem fühle ich mich positiv und entspannt | Minimalismus im Alltag hilft mir zufriedener und achtsamer zu sein. 
Tag 3

Die Aktivität heute Morgen war mein absolutes Highlight. 1:1 wie die Mönche das jeden Tag machen, sind wir mit ihnen heute durch das Dorf gelaufen und haben Essensspenden von manchen Bewohnern eingesammelt. Nur das Essen was ihnen gespendet / gegeben wird essen die Mönche. Die Erfahrung war Buddhismus pur. Danach habe ich final das Schweigen gebrochen und habe sofort mit Dillon geredet. Ihn hab ich auf der Busfahrt zum Retreat kennengelernt. Endlich konnte ich meine ganzen Eindrücke und Gedanken mit ihm teilen. 

Learning: Nichts ist für immer | Jeder Moment lädt zur Achtsamkeit ein | Sehr wichtig zu Unterscheiden zwischen den Dingen, die ich ändern kann & den Dingen, die ich nicht ändern kann. Danach dann handeln beziehungsweise Akzeptanz.

2 Kommentare

  • Que súper experiencia Carlo Ramón 👍🏾👍🏾👍🏾 De conocimiento del Budismo 🕉️ Y sobre todo del conocimiento de Ti mismo 🤔🧐🧘🏽‍♂️ Te deseo que tus aprendizajes de estos tres días de retiro te ayuden a « ver más claro » 🤓

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