Xi’an: 09.03.26 – 10.03.26

09.03.26: Friseur / Ping Pong / Stadtmauer

Heute Morgen war ich beim Friseur. Ich hab ihm gesagt, dass er mir nur die Seiten etwas schneiden soll. Ich wusste ja nicht ob der wirklich gut ist und ob er auch oben meine Haare gut schneiden kann. Das hat aber ganz gut funktioniert und auch nur 5€ gekostet. Der Typ hat in dem Laden einfach geraucht und es lagen überall Haare auf dem Boden. Ich glaube, die werden da auch noch in einer Woche liegen. Danach war ich in einem Park spazieren und hab Chinesen Ping Pong spielen sehen. Ich hab übelst Bock bekommen mitzuspielen und hab sie dann gefragt. Dann hab ich 20 Minuten ne Partie gegen einen Typ gespielt. Er war schon gut, aber ich konnte mithalten, was mich richtig glücklich gemacht hat. Der Park in dem ich Ping Pong gespielt habe, war so richtig authentisch chinesisch. Das finde ich so geil an der Stadt, dass sie einfach so ist wie ich mir das Land vorstellt habe. Es hat sogar ein Typ an einem Teich so Musik mit einer Flöte gespielt. Das hätte 1:1 eine Szene aus Kung Fu Panda oder anderen chinesischen Filmen sein können. Nachmittags hab ich mich dann noch mit Linus getroffen, ein Atze den ich im Hostel kennengelernt habe. Er kommt aus Rastatt und reist auch alleine durch China. Wir haben uns nachmittags dann noch die alte Stadtmauer angeschaut und abends ein Eis mit Schokosoße von einer großen chinesischen Eiskette geholt. Als mir dann auf dem Weg ins Hostel die Schokosoße ausgegangen ist, bin ich zu einem anderen Laden der gleichen Kette gegangen und hab gefragt, ob ich noch etwas Schokosoße kaufen könnte für mein Eis. Dann hat die Verkäuferin mir einfach noch etwas Soße gratis drauf gemacht. Linus und ich fanden das irgendwie richtig nett und übertrieben menschlich.

Learnings: Ich hab das Gefühl, dass die Chinesen entweder sehr nett sind (so wie die Frau von der Schokosoße oder der Typ vom PingPong), oder extrem rücksichtslos sind (dass sie sich einfach vordrängeln, einen nicht anlachen in der Bahn / Restaurant und dass sie einen einfach umlaufen, wenn man nicht aufpasst)

10.03.26: Essen / Zug nach Peking

Bevor ich mittags mit dem Zug nach Peking gefahren bin, wollte ich nochmal richtig lecker essen gehen. Die Stadt gefällt mir auch kulinarisch viel besser als Chongqing (und hier riecht es nicht überall nach komischen nicht identifizierbarem Essen). Die Hauptgerichte hier sind: Schweinefleisch Burger / süßer Reis mit Datteln / dicke Bandnudeln (Biang Biang). Diese dicken Bandnudeln sind wirklich so krass lecker und auch richtig geschmackvoll. Ich glaub ich könnte das wirklich jeden Tag essen. In dem Restaurant hab ich mir dann also Bandnudeln, Pork Burger und natürlich Xiaolongbao geholt. Die gefüllten Teigtaschen sind mein Lieblingsessen hier. Nach dem Essen auf dem Weg zum Hauptbahnhof ist mir wieder aufgefallen wie sicher dieses Land ist. Bei jeder Metrostation wird das Gepäck kontrolliert und man wird per Metalldetektor wie bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen kontrolliert. Ich fühle mich hier auf jeden Fall sicherer als in Barcelona oder Deutschland, aber manchmal finde ich übertreiben sie es auch. Zum Beispiel beim Eingang in den Zughauptbahnhof gab es dann eine Gepäckkontrolle, Gesichts Scan und Metalldetektor und dann kurz bevor ich in den Zug eingestiegen wieder komplett das gleiche Spielchen. Verstehe ich gar nicht. Was soll man denn in dem Hauptbahnhof kaufen / tun, was illegal sein kann. Man wird ja schon einmal anfangs kontrolliert. Naja auf jeden Fall finde ich den Zug wiederum richtig geil hier in China. Das Ding ballert mit 300 km/h durch das Land. Dazu hab ich Menschen gesehen die sich im Zug Essen von KFC & McDonalds bestellt haben und dann bei der nächsten Stadt / dem nächsten Halt, kam dann jemand in den Zug und hat das ihnen gebracht. So ein schlaues System / Geschäftsmodell.

Learning: In vielen Restaurants gibt es hier keine Toilette. So viele Menschen chillen hier einfach in der Hocke (siehe Bild)

4 Kommentare

  • Ich habe irgendwo einen Bericht gesehen, dass diese Haltung in der Hocke extrem bequem sein soll – wenn man es denn gewohnt ist?!? Fällt in vielen asiatischen Ländern auf und die werden sicher nicht gezwungen 🙂 leckeres Essen und freundliche Chinesen, Du musst ein Glückspilz sein!

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    • Haha ja das kann gut sein, dass die Haltung bequem ist. Das Essen war wirklich sehr gut

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  • Cultura y costumbres interesantes, me alegro por los aprendizajes que estás adquiriendo 🤓 Que continúes disfrutando de la comida que estás descubriendo, mismo las « raras » 😬

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    • Jaja. La comida „rara“ me gusta a descubrir. Pero no la araña. Esa no quiero probar

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